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Autoren, Bücher

Rezensiert "Rosa ge-eXt" von Vera Lynn Fox

Blutiger Kunstdeal

In der großen Villa mit Blick auf den Wannsee neigt sich ein lauer Sommerabend dem Ende. Es ist noch zu kühl um draußen zu sitzen, aber angenehm genug, um die Terrassentüren offen stehen zu lassen. Es sollte für die attraktive Kunststudentin Rosa Wangenröter und den reichen Galeristen Henry Androschek ein gemütlicher Abend werden.

 

Doch das aggressive Anschlagen seiner Dogge beendet die romantische Stimmung. Henry geht in den Garten, um nach dem Rechten zu sehen und verschwindet. Es wird stockduster. Dann wird die völlig verängstigte Rosa mit einem Schuss aus nächster Nähe exekutiert. Ein Raubmord?
Das Berliner Ermittlerteam forscht in alle Richtungen. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Diplomatenmord im Hotel Adlon? Wie steht Rosas Verehrer und Künstler Gernot Klemm mit dem Verbrechen in Verbindung? Was bedeuten das schlagartige Verschwinden von Androschek und das coole Auftreten der Kunstprofessorin Liliane Weißtiegel?
Die Krimi-Autorin Vera Lynn Fox, die nach einigen Auslandsaufenthalten heute in Berlin-Steglitz lebt, versteht es vorzüglich, die Aufmerksamkeit ihrer Leser über 392 Seiten hinweg zu fesseln. "Rosa ge-eXt" ist eine von Anfang bis Ende spannende Geschichte über die Verzweigung von Kunst, Geld und Politik. Es gelingt Fox, die verschiedenen, unabhängigen Handlungsstränge stimmig zusammenzuführen und die Figuren anschaulich zu charakterisieren. Alleine durch die Mundart gewinnen die Charaktere an Farbe und Kontur: Es wird berlinert, geschwäbelt und sogar "Denglisch" gesprochen. Die Verquickung von Sex, Gewalt, Zärtlichkeit und echter Trauer weiß die Autorin geschickt in die verschiedensten Milieus zu platzieren. Ein abgründiger Mordfall mit spannenden Action-Szenen.
 

Vera Lynn Fox: Rosa ge-eXt – Blutiger Kunstdeal, tredition, 392  Seiten, 14,99 € (Taschenbuch) ISBN: 978-3-7469-1628-6, auch als Hardcover und eBook-Edition erhältlich 

Rezensiert von Lena Lange

06. November 2018


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