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Bücher, Veranstaltungen

DEUTSCHER BUCHPREIS 2017

Shortlist des Deutschen Buchpreises steht fest

Die Jury hat ihre Wahl getroffen, die Kandidaten auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017 stehen fest.

Seit Ausschreibungsbeginn haben die sieben Jurymitglieder 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 erschienen sind. Der Gewinner wird am 9. Oktober vor der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben und erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die 5 Finalisten bekommen jeweils 2500 Euro.

Die nominierten Romane
•    Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, Sept. 2017)
•    Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)
•    Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)
•    Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, Sept. 2017)
•    Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, Sept. 2017)
•    Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, Sept. 2017)


Foto: Petra Gass / Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk), Sprecherin der Jury des Deutschen Buchpreises 2017, erläutert die Entscheidung: „Angesichts unserer Endlichkeit seien wir verpflichtet, kühn zu denken, hat Imre Kertész einmal geschrieben. Kühnes Denken: das ist es, was die Texte der Shortlist miteinander verbindet – bei aller thematischen und ästhetischen Unterschiedlichkeit. Allen gemeinsam ist das Bewusstsein, dass ernsthaftes literarisches Tun immer auch ein Brechen mit herrschenden Ordnungen im Sprechen, Denken und Fühlen bedeutet. Thematisch ist es die Frage danach, wer ‚wir‘ sind und wer ‚wir‘ sein wollen, die viele der Texte zusammenhält – womit auch Europa auf den Plan kommt. Und es besteht nach der Lektüre kein Zweifel: die Idee Europa, sie steht immer, im Besonderen gegenwärtig, auf dem Spiel, und es ist an uns Zeitgenossen, verantwortlich, und das heißt auch kühn, zu handeln“.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2017 gehören an:
Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk)
Silke Behl (Radio Bremen)
Mara Delius („Die Welt“)
Christian Dunker (Autorenbuchhandlung, Berlin)
Maria Gazzetti (Casa di Goethe)
Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker)
Lothar Schröder („Rheinische Post“)

14. September 2017


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