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Bücher

Rezensiert: "Biografien schreiben" von Katharina Springer

Lebendiges Schreiben

Der Titel des Buches Biografien schreiben führt seine Leser_innen leicht in die Irre, denn es geht keineswegs darum, Biografien von anderen Menschen zu schreiben, sondern um das Sammeln und Verfassen der eigenen Lebenserinnerungen. Und was zunächst nach einer Mammutaufgabe aussieht, entpuppt sich dank der guten Anleitung der Autorin als Kinderspiel. 

 

Als Expertin für Biografien, Ghostwriterin und Schreibtrainerin kann Katharina Springer aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen, um ihre Leser_innen zum Schreiben an der Autobiografie zu animieren und vor allem dauerhaft zu motivieren. Sie ist erfüllt von ihrer Arbeit und engagiert bei der Sache – das färbt ab. In vielen kleinen Schreibübungen nimmt die Autorin ihre Leser_innen an die Hand, führt sie ganz behutsam an den Schreibtisch und hilft ihnen dabei, einen Zugang zum Schreiben und letztlich zum eigenen Leben zu finden. Und sie schafft es tatsächlich: Selbst jene, die vorher skeptisch sind und sich fragen, ob die eigenen Erinnerungen wertvoll genug sind und das eigene Talent für einen spannenden Text ausreicht, entwickeln plötzlich Freude am Schreiben.

Unter den vielen Schreibübungen ist sicherlich für jede Leser_in eine dabei und auch wenn die Metapher des Hausbaus nicht immer verfängt, so ist sie dennoch ein Türöffner für das Nachdenken über die verschlungenen Pfade des Lebens.

 

Katharina Springer: "Biografien schreiben", 136 Seiten, 19,90 € (Paperback, auch als E-Book erhältlich), tredition, ISBN 9783743958036

 

Rezensiert von Katrin Herbon

 

 

05. April 2018


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