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Markt

Auf buchreport.de: Gastbeitrag von Sandra Henke

Der Tod der Midlistautoren?

„Amazon und die Selfpublisher haben für E-Books Niedrigpreise eingeführt, die den Viellesern entgegenkommen, aber uns Vielschreibern ein Stuhlbein absägen“, klagt Sandra Henke. Die etablierte Genre-Autorin fragt im buchreport.blog: „Was wird aus den Midlistautorinnen? Sind wir vom Aussterben bedroht?“

 

Ich gehöre zu den MidlistautorInnen. Was bedeutet das? Ich verkaufe genug Bücher, um immer wieder neue Verträge zu erhalten. Für die Verlage gelte ich aus ökonomischer Sicht als „sichere Bank“. Sie umschwärmen mich nicht, arbeiten aber gerne regelmäßig mit mir zusammen. Meine Buchtitel findet man auf keiner Bestsellerliste. Die Verlage stellen mir nur ein sehr kleines Werbebudget zur Verfügung, oft auch gar keins. Ich bin weder erfolglos, noch eine der Topsellerinnen des Buchmarkts. Ich zähle zu den zahlreichen fleißigen Bienchen unter den Geschichtenerzählern, die immer weiter und weiter Manuskripte fertigstellen müssen, um vom Schreiben leben zu können. Ein Buch pro Jahr reicht da nicht aus.

Niedrigpreise als Kettensäge

Doch der Buchmarkt ist im Umschwung. Der Umsatz von E-Books steigt. Als Folge bauen die Buchhandlungen die Regale für Bücher von MidlistautorInnen ab, um Platz für Spielzeug zu machen. Amazon und die Selfpublisher haben für E-Books Niedrigpreise eingeführt, die den Viellesern entgegenkommen, aber uns Vielschreibern ein Stuhlbein absägen.

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Sandra Henke lebt in der Nähe von Köln. Sie veröffentlicht regelmäßig bei mehreren großen Verlagshäusern und gehört zu den erfolgreichsten Erotikautorinnen Deutschlands. Unter dem Pseudonym Laura Wulff schreibt sie zudem Krimis und Thriller.

 

Foto: Ricarda Ohligschläger

16. Mai 2017


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