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Markt

Abschied vom A1 Verlag

Nach fast drei Jahrzehnten schließt der 1990 gegründete A1 Verlag. Der Münchener Independent Verlag landete 1998 mit „Die weiße Massai“ einen Bestseller. Die Frage, warum die drei Gründungsverleger den Verlag auflösen, beantwortet ein Bericht in der „Südddeutschen Zeitung“, die Inge Holzheimer, Albert Völkmann und Herbert Woyke in den Verlagsräumen in Nymphenburg besucht hat.


Die drei Verleger nennen mehrere Gründe: Es hätte wieder einmal einen Bestseller gebraucht, um „durchzuschnaufen“, außerdem habe der Verlag unter den Rückzahlungen an die VG Wort gelitten. Aber auch grundsätzliche Strukturänderungen in der Buchbranche gaben wohl den Ausschlag: Es sei den Verlegern nicht mehr gelungen, „mit fortschreitendem Alter“ der Digitalisierung in der Branche zu folgen, heißt es in dem Artikel. „Es hätte sich viel ändern müssen“, wird der 59-jährige Herbert Woyke zitiert (Albert Völkmann ist 77 Jahre alt, Inge Holzheimer 64).
Die im Februar begonnene Liquidation der GmbH werde noch mindestens ein Jahr dauern. Die bisher erschienenen Bücher des Verlages seien weiterhin lieferbar.

Albert Völkmann und Inge Holzheimer im Frühjahr 2003 bei der Programmarbeit (Foto: Oswald Baumeister)

27. Juni 2017


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