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Markt

Christiane Frohmann vom Frohmann Verlag, Orbanism

Indie ist für mich ein Verlag, der nicht zu einer Gruppe gehört und in dem nicht Geld von Investoren steckt. Mein Verlag ist demnach immer noch Indie. Die Arbeit ist aber nicht frei von fremden Einflüssen, ich nehme Input von vielen Hundert Mitwirkenden an verschiedenen Frohmann-Projekten auf, und ich kooperiere auch mit Institutionen wie dem Goethe-Institut – Letzteres wollte ich ja immer, und ich bin froh, dass es jetzt für die „Hausbesuch“-Reihe und das noch kommende „European Angst“-E-Book Realität geworden ist.

Das gegenseitige Andocken von traditionsreichen, erfolgreichen alten und beweg‧lichen interessanten neuen Strukturen halte ich in der aktuellen Übergangskultur für sehr fruchtbar. Solche Zusammenarbeiten beziehen sich bei mir aber auf Projekte, nicht auf den Betrieb. Strategisch und was das Programm angeht arbeite ich absolut unabhängig. Ich nehme eher ein Vortragsangebot mehr an, als aus Marketinggründen ein für mich persönlich uninteressantes Buch zu verlegen. Es gibt bestimmt Menschen, die jetzt beim Lesen den Kopf schütteln. Dass ich mir das vorstellen kann und trotzdem meinen Weg ‧weitergehe, das ist für mich „Indie“. Für manche Auftrag‧geber macht mich dieser spezielle Blickwinkel interessant, da wirkt sich das Indie-Sein wirtschaftlich positiv aus. Es ist kompliziert.

(c) privat

02. August 2017


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