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Elfenbein-Verlag gewinnt den Preis der Hotlist 2018

Während der Frankfurter Buchmesse hat der Verein der Hotlist zum zehnten Mal seinen mit 5.000 Euro dotierten Verlagspreis verliehen. Er ging an den Berliner Elfenbein Verlag für das Reisebuch "Manapouri" des französischen Schriftstellers Marcel Schwob (1867–1905). Verleger Ingo Držečnik nahm die Auszeichnung am 12. Oktober 2018 im Literaturhaus sichtlich bewegt entgegen. Er war für seine Verlagsarbeit in diesem Frühjahr bereits mit dem Kurt-Wolff-Preis geehrt worden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ingo Držečnik und Gernot Krämer, Elfenbein Verlag, mit dem Preis der Hotlist 2018, Foto: Ralf Werner

 

Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt: "Marcel Schwobs Briefe einer Seereise nach Samoa zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind Reportage, Kolonialgeschichte, Liebeszeugnis und literarische Pilgerschaft in einem. Der Autor erweist sich als neugieriger Ethnograph und glänzender Essayist in einem zwischen Sachliteratur und Belletristik changierenden, glänzend edierten und ansprechend aufgemachten Buch, das die Welt von gestern wiederbelebt."
 
Zusätzlich vergaben Buchhändlerinnen und Buchhändler erneut den Melusine-Huss-Preis, einem Druckgutschein der Druckerei Theiss im Wert von 4000 Euro. Er ging an den Verbrecher Verlag (Berlin) für den Titel "nichts, was uns passiert" von Bettina Wilpert.
 
Die Hotlist feierte während der Buchmesse aber nicht allein ihre Preisträger, sondern auch ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden acht weitere, und damit insgesamt zehn Preise verliehen:

Den Dörlemann ZuSatz (Satzkosten im Wert von 1500 Euro) erhielt der Brandstätter Verlag (Wien), der eine eigene Druckvorstufe hat und den Preis daher an einen Kollegenverlag weitergeben möchte.
Das Instanbul-Stipendium der Kunststiftung NRW erhielt der Rotpunktverlag (Zürich).
Der Hotlist-Preis der Frankfurter Buchmesse (Messestand) ging an den Verlag Kremayr & Scheriau (Wien).
Den Hotlist-Preis der Leipziger Buchmesse (Messestand) erhielt die Edition Monhardt (Berlin).
Der Preis der Sylt-Foundation (Sylt-Aufenthalt) ging an den binooki Verlag (Berlin).
Den Preis der Stiftung Bick (Tessin-Aufenthalt) erhielt der Elsinor Verlag (Coesfeld).
Mit dem Medienpartner-Preis des Freitag (Print-Anzeige im Wert von 2300 Euro) wurde die Edition Memoria (Hürth) ausgezeichnet.
Der Preis des Literaturhauses Hannover (Einladung zu BuchLust 2019) ging an den Nimbus Verlag (Wädenswil).

Mit dem Sonderpreis des Vereins der Hotlist (Buchankauf für die Jahresgabe an den Förderkreis) wurde schließlich nochmals der Elfenbein Verlag (Berlin) geehrt.
 
Ermöglicht wurden die Jubiläumspreise von  Christian Theiss, Dörlemann Satz, Kunststiftung NRW, Buchmesse Frankfurt, Leipziger Buchmesse, Sylt-Foundation, Stiftung Bick, Hotlistförderkreis, Freitag und Literaturhaus Hannover.

Das Kuratorium der Hotlist hatte in diesem Jahr eine Vorauswahl aus 161 Buch-Einsendungen getroffen. Die Shortlist mit 30 Büchern sollte daraus einen Ausschnitt von dem präsentieren, was unabhängige deutschsprachige Verlage zu bieten haben. Die Titel standen bis Mitte August bei der Jury und öffentlich auf der Webseite zur Wahl. 5650 Menschen hatten an der Internet-Wahl teilgenommen.
                                                                                                                                                                                                                                                                   

15. Oktober 2018


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