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Serie Indie-Autoren

Pea Jung: Von der Tagträumerin zur Autorin

Wie ticken Indie-Autoren? In einer neuen Serie stellt Indie Publishing Selfpublisher und Verlagsautoren vor, mit sachlichen, aber auch sehr persönlichen Fragen – vom Marketing-Rezept bis zum peinlichsten Lieblingssong. Diesmal: Pea Jung.

 

Pea Jung (Jahrgang 1977) ist der Künstlername einer deutschen Autorin, die mit Mann und vier Kindern in der Nähe von München lebt und neben ihrer Arbeit als Sozialpädagogin romantische Liebesgeschichten schreibt. Die Bücher sind bei Books on Demand erschienen. Foto: Books on Demand – BoD; Montage: IP

 

Ihr Weg zur Autorin

Eine blühende Fantasie und ständige Tagträume waren die Grundlage. Hinzu kam die Lust am Schreiben und letztendlich der Wille und der Mut, das Geschriebene der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Begeisterung meiner Leser tat den Rest. 

Wann war Ihnen klar, dass Sie Autorin werden wollen? 

Der Moment, in dem der Wunsch nach Rückmeldung von Lesern größer ist, als die Angst vor dem möglichen Versagen. Eine Arbeitskollegin zitierte auf einer Fortbildungsveranstaltung den berühmten Satz von Kurt Marti. „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Das war der Schlüsselmoment für mich, endlich ins kalte Wasser zu springen.

Ihr bisheriger Bestseller? 

Ich glaube das ist „Die Putzstelle“, aber meine „Clara“-Reihe ist auch sehr erfolgreich.

Nur Indie oder Hybrid? 

Beides. Als Indie bin ich mein eigener Herr von A bis Z. Das Endprodukt ist zu 100% mein Werk und letztendlich bleibt auch finanziell mehr bei mir hängen, was die Planung neuer Projekte erleichtert. Die Zusammenarbeit mit einem großen Verlag im Printbereich werde ich dennoch anstreben.

Ihr Marketing-Schwerpunkt 

Ganz klar: Internet. Vor allem über Facebook ist der direkte Kontakt zu Lesern niederschwellig und schnell. Aber auch die Messepräsenzen mit Lesungen und anderen persönlichen Kontakten genieße ich sehr.

Ihr wichtigstes Ritual beim Schreiben? 

Musik hören. Das hilft mir, in die Welt rund um meine Geschichte einzutauchen und völlig darin zu verschwinden.

In welchen Situationen bekommen Sie die besten Ideen für Ihre Bücher? 

Leider passiert das immer und ständig. Andere merken es daran, dass mein Blick dann ins Leere geht. Häufig kommen mir aber die besten Ideen beim Autofahren – natürlich als Beifahrer, wenn ich in die Umgebung starre und den Ideen in meinem Kopf Raum geben kann.

Ihr Lieblings-Genre?

Liebesromane

Ihr No-go-Genre?

Übelst gruseliger Horror.

Welcher Autor inspiriert Sie am meisten? 

Sophie Kinsella. Sie hat mich schon so oft zum Lachen gebracht.

Was sind Ihre favorisierten ersten Sätze aus einem Roman? 

„Kreuzkruzifix! Kluftinger sprach den Fluch nicht laut aus, er dachte ihn nur.“ Als ich das in „Milchgeld“ gelesen habe, hatten mich die Autoren Kobr und Klüpfel schon gepackt. 

Welches Buch-Geschenk haben Sie zuletzt gemacht?

Gestern habe ich einen meiner Romane in einem Londoner Hotel verschenkt. „Xmas Wars: Crazy about Han.“

Ihre Empfehlung zum Folgen auf Twitter?

Da bin ich überfragt.

Ihr letzter Facebook-Post?

Fotos aus Madame Tussauds in London. 

Ihr peinlichster Lieblingssong?

„Katzenklo“ von Helge Schneider

Ihr wichtigster Ratschlag für angehende Autoren?

„Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!“ (Zitat aus dem Film „Galaxy Quest“)

Weitere Teile der Serie finden Sie hier.

07. März 2017


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