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Markt

Serie mit Prognosen zur Marktentwicklung: Matthias Matting

Wohin entwickelt sich der Selfpublishing-Markt, Matthias Matting?

Kaum ein Segment der Branche ist zuletzt so rasant gewachsen wie Selfpublishing. Das hohe Tempo macht Prognosen zur Entwicklung des Teilmarktes schwierig. Dennoch wagen Experten einen Ausblick bis ins Jahr 2020. Teil 2 der Serie: Matthias Matting, Programmleiter E-Books Münchner Verlagsgruppe; Gründer und Betreiber von selfpublisherbibel.de.

Wenn wir den Prognosen glauben dürfen, hat das E-Book 2020 in Deutschland einen Anteil von 25%. Ich halte es für realistisch, dass Selfpublisher davon ein Drittel für sich beanspruchen werden – nach Umsatz. Da die Preise von Indie-E-Books weiterhin niedriger als bei Verlagstiteln bleiben werden (das ermöglicht die Kalkulation des Selfpublishers), wird es nach Stückzahlen auf 50:50 hinauslaufen.

Der Printmarkt, die restlichen 75%, ist wesentlich schwerer zu erobern. Hier wird es vor allem zu Kooperationen kommen, in denen die Selfpublisher verlagsähnlich agieren, mit Vorschau und Vertreternetz. Buchhändler werden, da bin ich optimistisch, ihre Vorbehalte aufgeben und gerade im lokalen Bereich den unmittelbaren Kontakt zum Autor als Vorteil betrachten. Trotzdem werden Selfpublisher insgesamt sicher nicht stärker als ein größerer Verlag am Printmarkt beteiligt sein. Die Autoren selbst arbeiten dann hybrid – für den Printmarkt als Verlagsautoren, im E-Book unabhängig.

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06. Januar 2016


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