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Indie-Profile – das Verzeichnis von Autoren

Sie arbeiten als Autor, sei es als Selfpublisher oder Verlagsautor? In den Indie-Profilen können Sie sich und Ihre Bücher kostenlos präsentieren. Sie sind dann für Buchhändler, Verlage und sonstige Multiplikatoren mit Ihren Profil-Daten auffindbar.

Die möglichen Angaben: 

  • Name, Geburtsort, Wohnort, Mailadresse, Telefon
  • Webseite, Facebook, Twitter, Sonstige Social-Mediaseiten
  • Biografie, Genres, Veröffentlichungen,
  • Aktuelles, Termine


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Name: Böhm

Vorname: Heidrun


Geburtsort: Albstadt

Wohnort: Albstadt


E-Mail: heidrun-musser@t-online.de

Web: https://heidrun-diegedankensindfrei.blogspot.com/

Telefon: 07431/52932

Facebook: https://www.facebook.com/Heidrun-B%C3%B6hm-564458043732921/

Twitter: https://twitter.com/bhmheidrun?lang=de

Sonstige Socialmedia-Seiten: https://www.instagram.com/heidrun_boehm/


Biografie

Denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Mein Name ist Heidrun Böhm. Geboren wurde ich im Jahr 1953, im schönen Schwabenländle.Unsere Mutter konnte wunderschöne und spannende Geschichten erzählen. Bei vielen Spaziergängen durch unsere hügelige Alblandschaft regte sie damit unsere Phantasie an. Auch wurde in unserer Familie gerne und viel gelesen. Ein Buch, ein Stück Schokolade, und eine bequeme Leseecke, war lange Zeit das, was ein Bruder und ich als Vergnügen empfanden.
Es wurde mir gesagt, ich sei ein „braves Kind.“ In der Pubertät beschloss ich, das zu ändern. Ich wollte das Leben kennenlernen, wollte es genießen. Meine Mutter behauptete: „Du gehst los wie eine Rakete.“
Der Genuss endete in einer frühen Ehe.
Dreizehn Jahre danach war ich alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Mein Bruder, (zuversichtlicher Junggeselle), hatte sich in der Zwischenzeit zum „Hobbyschriftsteller“ emporgearbeitet, und ein Büchlein veröffentlicht. Meine Mutter war pensioniert, und wollte sich nun endlich ihren Lebenstraum erfüllen: Sie wollte schreiben.
Gesagt, getan, wir gründeten die „Autorengruppe Zimmerer.“ Im Laufe der Jahre machten wir Lesungen, veröffentlichten Beiträge in Anthologien und brachten eigene Anthologien auf den Markt. Im Jahr 1986 bekam ich den Theodor-Greiner Literaturpreis für meine Kurzgeschichte: „Nächstenliebe.“ Das Schreiben half mir dabei, schöne und schlechte Ereignisse aufzuarbeiten, mir den „Frust“ von der Seele zu laden, oder mich über mich selbst und andere zu amüsieren.
Nun bin ich die einzige Autorin in unserer Familie. Mein Bruder und meine Mutter sind gestorben, die Freude am Schreiben ist geblieben.

Nach vielen Jahren und mehreren, mit Wut und Humor geschriebenen Single-Geschichten habe ich den richtigen Mann gefunden. Heute wohne ich mit meinem zweiten Mann im Haus meiner Mutter. In meinem Büro stapeln sich Ordner mit Texten sowohl von mir wie von meiner Mutter und meinem Bruder. An der Wand hängt das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse. Ich liebe seine Worte:
„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt, und der uns hilft zu leben.“
Ein neuer Anfang ist geschafft.

Genres

Biografie, Kurzgeschichten, Anthologien,

Veröffentlichungen

Veröffentlichungen: Mein Zeichen ist ein Feuerscheit, letzte Anthologie unserer Autorengruppe.
Wie ein Rohr im Wind, Novelle: Rediroma-Verlag
Was die Weiber lieben und hassen: Roman: AAVA Verlag
Der Taugenichts: Biografie über meinen Vater: Kiel und Feder Verlag
Veröffentlichungen v. Kurzgeschichten bei Bookrix, und in vielen Anthologien.
November 2017: Veröffentlichung meiner gesamten Biografie: Ich war noch niemals in New York. Erhältlich bei Amazon, in Zusammenarbeit mit Rainer Seemann Publishing.

Aktuelles

http://heidrun-diegedankensindfrei.blogspot.com/2018/08/gewalt-gegen-frauen-
Auszug-aus-meiner.html Biografie: Ich war noch niemals in New York

Beate war klein und dünn. Ihre aschblonden strähnigen Haare fielen ihr bis zur Schulter. Ihr Nasenrücken war flach und hatte eine kleine Delle. Sie sah ausgezehrt und unglücklich aus. Ich überlegte mir, ob die Delle wohl durch einen Schlag entstanden war. Aber ich fragte sie nicht danach. Als ich Beate kennenlernte, versuchte sie aus ihrer Ehe auszubrechen, drohte ihrem Mann mit Scheidung. Ihr Mann war Metzger. Wenn er betrunken war, verfolgte er sie mit dem Fleischermesser. Betrunken war er fast täglich. Sie lebte mit ihrem Mann und den Kindern in nahezu asozialen Verhältnissen. Wir konnten uns nur treffen, wenn Beates Mann nicht zu Hause war. Er erlaubte ihr nicht, auszugehen oder Kontakt mit anderen Frauen zu haben. Eines Abends, als Beates Mann ausging, entschlossen wir uns dazu, in einer griechischen Wirtschaft zum Essen zu gehen. Als Beate danach nach Hause kam, fand sie ihren Mann auf dem Dachboden. Er hatte sich erhängt.
Beate hatte Angst vor dem Alleinsein in dem Haus, in dem es geschehen war. Angst davor, dass sie ihren Kindern keine gute Mutter sein würde. Immer noch Angst vor dem Mann, der ihr das Leben zur Hölle gemacht hatte. Ich vermittelte Beate in die Gesprächsgruppe bei der Diakonie. Das half ihr, sie erzählte nach längerer Zeit, dass sie als Kind missbraucht worden war. Ich hoffte, Beate könne ihre Vergangenheit aufarbeiten. Aber sie konnte nicht darüber sprechen. Später hatte sie wieder einen Freund. Auch er trank und schlug sie. Nach einiger Zeit trennte sie sich von ihm. Ich dachte, das war ein Rückfall, aber nun hat sie sich getrennt. Sie wird es schaffen. Dem nächsten Trinker, dem sie begegnete, verfiel sie mit Haut und Haaren. Er nistete sich in ihrem Haus ein. Die Kinder nannten ihn widerwillig „Papa“, und Beate erzählte mir eifrig von einer glücklichen Beziehung. Sie ging nicht mehr mit mir aus und kam auch nicht in die Gesprächsgruppe. Eines Tages wollte sie von mir wissen, wo sie eine Arbeit bekommen könne. Ihr Freund saß zu Hause, trank und hatte keine Arbeit. Das Geld wurde knapp. Ich beschaffte ihr eine Stelle im Altenheim als Putzhilfe. Ihr Freund schien sich ein Beispiel daran zu nehmen. Kurz darauf fand auch er eine Arbeit. Natürlich musste Beate zu Hause sein, wenn er von der Arbeit kam. Wenn das nicht klappte, schlug er sie, wie Beate mir später erzählte. Trotzdem heiratete sie ihn. Ich war Trauzeugin. Am Hochzeitsabend war der neue Mann betrunken. Er blieb in der Wirtschaft, und Beate ging nach einem Streit alleine nach Hause. Danach kam sie nicht mehr pünktlich zum Arbeiten. Manchmal kam sie mit einem blauen Auge zur Arbeit und sagte, sie sei die Treppe heruntergefallen. Nach einiger Zeit gab sie die Tätigkeit als Putzfrau auf. Über längere Zeit hörte ich nichts mehr von ihr.
Eines Nachts klingelte das Telefon. „Darf ich mit den Kindern bei dir übernachten? Er schlägt mich, ich halte das nicht mehr aus“, sagte Beate. Ich nahm sie auf. Wir redeten ausgiebig über ihre Situation in dieser Nacht. Danach entschloss sich Beate, ihren Mann zu verlassen und in ein Frauenhaus zu gehen. Die Kinder kamen in Pflegefamilien.Später rief ihr Mann bei mir an. Er wollte von mir wissen, wo seine Frau sei. Ich sagte es ihm nicht. Er versuchte, mit mir anzubändeln. Ich schickte ihn weg.
Er sah, bei mir konnte er nichts erreichen. Beate war für ein paar Wochen im Frauenhaus. Dort suchten sie eine Arbeitsstelle in einem entfernten Ort, suchten eine Wohnung für sie und ihre Kinder. Ich dachte, Beate fange neu an, und wenn es ihr besser ginge, würde sie sich bei mir melden.Später rief ihr Mann bei mir an. Er sagte, Beate komme bald wieder nach Hause, es solle alles gut werden. Er werde sich bessern. Er war betrunken. Jemand aus der Gesprächsgruppe sagte mir, wo die Grenzen einer Freundschaft sind. Ich erkannte, ich konnte Beate nicht helfen. Ich musste und durfte auch an mich denken. Eine gute Freundschaft erfordert einen Austausch auf Gegenseitigkeit, der hier nicht möglich war. Die Annäherungsversuche und das Verhalten von Beates Mann ihr gegenüber hatten bei mir die Gewissheit hinterlassen, dass er seine Beziehung nicht respektierte, mit den Frauen spielte und sie als minderwertig ansah. Körperliche Überlegenheit ist kein Freibrief.
Ihren Mann fand ich viele Jahre danach auf einem Portal im Internet wieder. Es gab dort ein kleinformatiges Foto von Beate, auf dem sie im Wohnzimmer auf der Couch saß. Winzig und unscheinbar. Fast nicht zu erkennen. Ein Abbild ihres eigenen Lebens. Der Mann hatte ein großes Porträtbild von sich eingestellt. Er teilte mir seine Telefonnummer mit. Ich solle seine Frau anrufen, hat er geschrieben. Ich tat es nicht.

Einige Monate danach sah ich auf diesem Portal, der Mann hatte seinen Personenstand geändert und die Fotos seiner Frau gelöscht. Daneben stand eine Kontaktanzeige: Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen, in der Gegenwart leben. „Ich bin ein einsamer Witwer, 55 Jahre alt und wohne alleine in einem großen, neu renovierten Haus. Ich warte nicht gerne. Schon gar nicht auf Zufälle. Suche eine Frau, die mich so nimmt wie ich bin.“
Manchmal fragte ich mich, wie oder woran Beate gestorben war. Oder ob es ein Fehler war, sie nicht anzurufen. Aber ich wusste, ich konnte ihr nicht helfen.

Termine

5.7. 2018 14 Uhr 30: Lesung aus meiner Biografie:
Ich war noch niemals in New York in der Stadtbücherei Albstadt Tailfingen