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Markt

Gerd Robertz (BoD) über Qualitätssicherung

„Fake-News sind kein Massenphänomen im Selfpublishing“

Hat die Selfpublishing-Branche ein Problem mit Fake-News? Gerd Robertz, Chef von Books on Demand, gibt Entwarnung: Es gebe Einzelfälle, nicht mehr. Ansonsten funktioniere der Prüfungsprozess gut.

 

Haben Selfpublishing-Dienstleister ein Fake News-Problem,  wie vom „Handelsblatt“ attestiert?

Nein. Hier wird versucht, die aktuelle Mediendiskussion über die Verbreitung von Falschmeldungen und Verschwörungstheorien in sozialen Netzwerken auf Selfpublishing zu übertragen. Selfpublishing-Dienstleister wie BoD sind aber schon längst weiter. Denn im Gegensatz zu Social-Media-Plattformen sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und überprüfen Inhalte vor der Publikation. 

Fake-News sind auch kein Massenphänomen im Selfpublishing, sondern beschränken sich bei der Zahl der Neuerscheinungen auf Einzelfälle. Dennoch ist es wichtig, weiterhin achtsam zu sein und entsprechende Titel für eine Veröffentlichung zu sperren. 

 

Was tun Sie, um die Publikation anstößiger oder illegaler Inhalte zu verhindern?

Noch bevor es überhaupt zu einer Veröffentlichung bei BoD kommt, prüfen wir jeden einzelnen Titel sehr genau, ob die Inhalte öffentlich Anstoß erregen können, politisch extremistische Positionen beinhalten, Personen verunglimpfen oder gegen geltende Gesetze verstoßen. 

Dies erfolgt in einem mehrstufigen Prozess. Zum einen überprüfen erfahrene Mitarbeiter die eingereichten Manuskripte sowie die verwendeten Bilder. Gleichzeitig suchen wir mit Hilfe eines umfangreichen Schlagwortkatalogs, der ständig aktualisiert und erweitert wird, nach auffälligen Inhalten. Strittige Titel werden abschließend von einer Expertenkommission begutachtet und entweder zur Veröffentlichung freigegeben oder abgelehnt. 

Diesen umfassenden Prüfungsprozess durchlaufen sämtliche Bücher bei BoD – egal ob sie für eine Veröffentlichung über den Buchhandel vorgesehen sind oder nur für den Eigenbedarf ohne ISBN gedruckt werden sollen.

 

Reichen diese Mechanismen aus – auch angesichts der stetig wachsenden Novitätenzahl?

Als Vorreiter im Selfpublishing verfügen wir bei BoD über eine mehr als 15jährige Erfahrung bei der Veröffentlichung von Büchern. Insgesamt wurden über BoD bisher mehr als 65.000 Printbücher und über 45.000 E-Books veröffentlicht und jeden Monat kommen neue Titel in vierstelliger Höhe hinzu. Aufbauend auf diese Erfahrung setzen wir einen bewährten Prüfungsprozess ein, den wir laufend verbessern. 

Ohne diese genaue Überprüfung könnten wir den Veröffentlichungsprozess zwar noch weiter beschleunigen. Im Sinne des Selfpublishings und unserer Autoren ist uns diese Form der Qualitätssicherung allerdings sehr wichtig. 

10. Februar 2017


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